In unserer Umgebung: Das Teufelsmoor

Das Teufelsmoor Ansicht 1
Das Teufelsmoor

Der Campingplatz Rethbergsee liegt am Rande des Teufelsmoors, einem über 500 Quadratkilometer großen Moorgebiet, das damit eine der größten zusammenhängenden Moorlandschaften Norddeutschlands ist. Mit seiner unberührten Landschaft, einer vielfältigen Flora und Fauna und seinen historischen und idyllischen Dörfern gilt es viel zu entdecken und das Teufelsmoor lädt zudem zu zahlreichen Aktivitäten ein.

Entwässerungsgraben im Teufelsmoor
kleiner Entwässerungsgraben

"Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot." - so sagte man im 17. und 18. Jahrhundert zur Zeit der ersten Siedlungen im Teufelsmoor. Der karge und unfruchtbare Boden eignete sich nicht für die Landwirtschaft und die ersten Moorbauern mussten hart für ihr Überleben arbeiten. Ein umfangreiches Entwässerungsnetz wurde angelegt, wobei die Hauptentwässerungsgräben gleichzeitig als Schifffahrtskanäle ausgebaut wurden. Millionen von Tonnen Torf wurden gestochen und so nach Bremen verschifft.
Aus dieser Zeit stammt auch der Name des Teufelsmoors - mit dem Teufel hat das nichts zu tun, das Wort stammt vom Niederdeutschen „duven“, das bedeutet „taub“ oder „unfruchtbar“.

Torfbahn im Teufelsmoor
Eine alte Torfbahn
Das Teufelsmoor Ansicht 2

Von dem harten Leben damals ist Heute nichts mehr zu spüren, wenn man die schöne Landschaft des Teufelsmoors durchstreift. Ende des 19. Jahrhunderts waren einige Künstler so sehr von der Schönheit dieser Gegend begeistert, dass sie sich in Worpswede niederließen und eine Künstlerkolonie gründeten.

Ein Ausflug ins Teufelsmoor lässt sie diese beiden Seiten erleben: Die Spuren des Lebens der Moorbauern anhand der erhaltenen Siedlungsstrukturen aus damaliger Zeit oder der noch schwimmenden Torfkähne auf der Hamme, wie auch die Faszination dieser einzigartigen Landschaft.

Das Teufelsmoor Ansicht 3

Zu einzigartigen Zielen im Teufelsmoor gehören die Geestinsel Weyerberg im Zentrum des Moores, die durch viele Landschaftsmaler bekannt gewordene Künstlerkolonie Worpswede, oder die „Moormetropole“ Gnarrenburg am nördlichen Rand des Teufelsmoores.

Die weite Landschaft können sie am besten mit dem Rad erleben, bei einer Kutschfahrt, mit dem historischen Moorexpress auf der Fahrt von Bremen nach Stade oder auf originalgetreuen Nachbauten der Torfkähne auf den Weserstraßen des Teufelsmoors. Zahlreiche Museen und Galerien verführen zum Stöbern, wie zum Beispiel die Museumsanlage OHZ, ein im Stil eines Freilichtmuseums arrangiertes Heimatmuseum, das Torfschiffswerft-Museum, wo einst mehr als 600 Torfschiffe gebaut wurden, das „Haus im Schluh“ mit einer Heinrich-Vogeler-Sammlung oder die Kunsthalle in Worpswede.

Das Teufelsmoor

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